Geschichtliches

Aus dem Geschichtsbuch der Bregenzer Pfadfindergruppe …

 

1907

… gründete Baden Powell die Pfadfinderbewegung in England. Schon 24 Jahre später konnte Josef Hächel in Bregenz einige Freunde für das Pfadfindertum begeistern.

1931

… am 4. Juli 1931 entstand die „1. Pfadfindergruppe Bregenz“. Sie bestand aus 4 Patrullen: Hirsch, Schwalbe, Specht und Fuchs, insgesamt ca. 20 Pfadis.

Diesen wurde auch das erste Versprechen des Landes, vom Bundeskuraten Klemens Röbel aus Telfs, in Bregenz abgenommen. Der erste Landeskurat und Mitbegründer war Herr Hochwürden Fidel Knecht. Trotz großen finanziellen und materiellen Nöten, die nur mit viel Einsatz und Arbeit bewältigt werden konnten, schafften es die Pfadis, sich in Bregenz zu etablieren.

1933

… nahmen die Bregenzer Pfadfinder an ihrem 1. Jamboree in „Gödöllö“ in Ungarn teil (Zwischenkriegszeit !!!).

1937

… fuhren die Pfadfinder mit dem Fahrrad zum 6. Internationalen Jamboree in „Vogelenzang“ nach Holland.

1939 – 1945

Unter der nationalsozialistischen Herrschaft 1939-1945 wurden die Pfadfinder verboten. Sie gingen in den Untergrund und hielten heimlich ihre Heimstunden bei Kaplan Kaulfuss im Kaplanhaus der Kirche St. Gallus ab. Die SS versuchte Unterlagen zu beschlagnahmen oder zu zerstören. Einige mutige Pfadfinder wagten sich eines Nachts durch das Fenster ins Kaplanhaus und brachten wichtige Erinnerungen wie zB das Gruppenlogbuch in Sicherheit. Nach dem Krieg blieb nur noch das Wandbild, auf dem die Hl. Maria mit den 4 traditionellen Abzeichen der Patrullen abgebildet ist, im zerstörten Kaplanhaus bestehen.

1945

Als Franz Schwärzler 1945 aus dem Krieg nach Hause kam, half er mit dem damaligen Gruppenlandesfeldmeister Franz Biedermann und Kurat Böckle unter Mithilfe der französichen Besatzungsmacht die Pfadfindergruppe Bregenz wiederaufzubauen. Die Pioniere der Gruppe Bregenz Stadt waren Karl Rüdisser, Werner Voit und Sepp Fing, die ihr Heim im Austriahaus hatten.

Im selben Jahr entstand unter GF Bruno Juen die Gruppe Bregenz Vorkloster. Sepp Büsel gründete die Berg-Rover Rotte. Die Heimstunden wurden in der Werkstätte des Bildhauers Albertani, nahe dem Gasthof Lamm abgehalten. Alle Gruppen hatten einen großen Zulauf von Bregenzern und auch Flüchtlingen, die sich dort sehr wohl fühlten, so dass die Pfadfindergruppe schnell wuchs. 1948 gründete Anneliese Wachter die erste Pfadfinderinnengruppe Bregenz.

1951

Ein großes Ereignis wurde 1951 das internationale Jamboree in Bad Ischl mit GF Walter Fink. Unter Hofrat Ing. Wagner entstand das erste Thalbachheim (heute Alpenvereinsheim). Im selben Jahr wurden der Gruppe Bregenz Vorkloster vom damaligen Kurat Kaplan Giesinger Kellerräume der Kirche Mariahilf für die Heimstunden zur Verfügung gestellt. Wilma Permoser übernahm die Gruppe  Vorkloster als GF.

1963

Peter Pröll übernahm als GF 1963 die vereinten Gruppen der Bregenzer Pfadis. Mit ihm konnten die Vorklöstner ihr neues Heim im Keller der Heimstätte Mariahilf beziehen.

1977

… konnten die Pfadfinder Bregenz Stadt in ihr neu fertiggestelltes Heim, dem heutigen Thalbachheim, einziehen.

1979

… wurden die Pfadis Bregenz in zwei selbstständige Gruppen geteilt: Bregenz St. Gallus unter GF Walter Fink im Thalbachheim und Bregenz-Vorkloster unter GF Gundolph Huber im Keller der Heimstätte.

1982

… übernahm Herbert Wörz als GF die Gruppe Vorkloster. Durch viel Arbeit und Einsatz wuchs die Zahl der Pfadis auf über 120 Mitglieder an. Bald herrschte arge Platznot im Keller der Heimstätte, so dass erste Gespräche über ein eigenes Heim der Vorklöstner mit der Stadt Bregenz geführt wurden.

1989

… übernahm Walter Reichmann als GF die Vorklöstner.

1991

… nahmen unsere RARO am Jamboree „Donau 91“ in Klosterneuburg teil.

1993

Im Frühsommer 1993 wurde die Gruppe St. Gallus vom Elternrat aufgelöst. Bis zu dieser Zeit wurde sie von den GF Sepp Buchauer und GF Bernhard Fink geleitet. Aber schon im Herbst konnte der Pfadfinderbetrieb St. Gallus durch Elisabeth Mair und Christoph Schmidt wieder aufgenommen werden.

1994

Im Juni 1994 veranstalteten die beiden Bregenzer Pfadfindergruppen ein großes Schaulager an der Ach.

1996

Nach langen und zähen Verhandlungen wurde den Pfadfindern von der Stadt ein Bauplatz am Schöllersteig zur Verfügung gestellt. Im April 1996 fand der Spatenstich statt. In etwas mehr als einem Jahr konnte mit viel Eigenleistung ein neues Heim für die Vorklöstner nach Plänen von Werner Wertaschnigg erbaut werden.

Im selben Jahr war die Investitur der Pfadfindergilde Bregenz, die ab diesem Zeitpunkt als eigenständiger Verein ein fester Bestandteil der Pfadfinder ist, und sie in Ihrer Arbeit unterstützt.

1998

… fand ein Gemeinschaftslager auf der Neuburg statt.

Von Walter Reichmann ging die Gruppenleitung an Elisabeth Mair und Wolfgang Stefanelli über.

2000

… organisierten die Bregenzer zum wiederholten Mal die (leider letzte) Ladesweite WI-Wö Olympiade.

2001

… nahmen unserer GUSP am B-open in St. Gilgen am Wolfgangsee teil. Zwei Jahre später am Freelife Jamboree in St. Georgen am Attersee.

2016

Die Gruppe wird von Elisabeth Mair, Christian Mitterdorfer und Christoph Schmidt mit einer Hand voll Pfadis übernommen. Durch den ambitionierten Einsatz aller Beteiligten konnte die Mitgliederanzahl binnen eines Jahres bei den WiWö von anfangs 3 auf 36 Kinder gesteigert werden.

Heute

Seit nunmehr über 85 Jahren bieten die Bregenzer Pfadfinder vielen Jugendlichen Hilfe und Anregung auf ihrem Weg, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und verantwortungsvolles Verhalten für sich und die Gesellschaft zu erlernen.